Sind Banken verlässliche Finanzierungspartner?

 

Banken sind wichtig, aber zur Unternehmensfinanzierung selten ausreichend. Selbst stabile Unternehmen sind vor Krisen nicht gefeit. Wer den Unternehmenswert rasch und systematisch steigert, ist fit für alternative Finanzierungen. Das fördert Wachstum und beugt Krisen vor.

 

Banken werden durch staatliche Regulierungen in Europa mittlerweile nahezu stranguliert. Sie verlieren dadurch die Fähigkeit, unsere Volkswirtschaft ausreichend mit Kapital zu versorgen. Die permanent zunehmende und staatlicherseits erzwungene Verschärfung der Kreditvergaberichtlinien beginnt im Bereich der Privatfinanzierung und setzt sich im Bereich der Unternehmensfinanzierung fort. Der monetäre Dirigismus wird ganz zentral über die Bankenregulierung ausgetragen. Er schränkt die Banken in ihrem Bewegungsspielraum ein. Das wirkt sich unmittelbar auf ihre Kunden aus. Banken können für ihre Kunden nur so verlässlich sein, wie es der Regulator zulässt.

Banken sind nicht freiwillig derart restriktiv. Ich erinnere mich an Zeiten, als Banken noch echte Partner von Unternehmern waren. Es wird für Unternehmen immer wichtiger, Alternativen zu klassischen Bankfinanzierungen und banknahen Finanzprodukten in Betracht zu ziehen. Nicht um Banken zu verdrängen, sondern um sie in die Lage zu versetzen, Unternehmen zu finanzieren und die Wirtschaft mit billigem Geld zu versorgen. Wer sowohl für Banken als auch für Investoren attraktiv ist, lebt als Unternehmer in der besten aller Welten und gewinnt wertvolle Freiheitsgrade.

 

Was passieren kann, wenn man im Risikomanagement von Banken landet

Gutgehende Unternehmen und jahrzehntelang gefeierte Unternehmer verstehen plötzlich die Welt nicht mehr: Die Covid-Pandemie, der Ukrainekrieg oder andere unverschuldete Schocks haben ihr Unternehmen plötzlich und unerwartet getroffen. Im Risikomanagement der Banken leuchten rote Ampeln auf. Der plötzliche, wenn auch oft unverschuldete Umsatz- und Ergebniseinbruch hat ein Unternehmen hart getroffen. Die Liquidität wird dadurch knapp, seriöse Planungen durch externe Unsicherheiten erschwert. Als Bankkunde wandert man unverhofft aus der normalen Marktbetreuung auf die Intensivstation der Bank.

 

Neue Gesprächspartner lächeln nicht mehr so freundlich wie die bisherigen Bankbetreuer. Sie ziehen plötzlich die Zügel an. Sie verweigern eine notwendige Liquiditätsausweitung, sie fordern weitere Sicherheiten und fordern viel mehr Informationen als bisher. Sie wollen plötzlich auch bei unternehmerischen Entscheidungen mitreden. Bislang um den Kunden konkurrierende Banken schließen sich zu einem Bankenkonsortium zusammen und diktieren Konditionen und neu verschärfte Kreditbedingungen. Der Bankkunde versteht die Welt nicht mehr. Auf einmal sind konstruktive Gespräche extrem schwierig. Der Unternehmer ist plötzlich in seiner ökonomischen und sozialen Existenz bedroht. Das lastet auch schwer auf der Familie. Wer nicht Sicherheiten verstärken und aus seinem Privatvermögen nachlegen kann, fühlt sich hilflos. Ein sogenannter „CRO“ („Chief Restructuring Officer“) wird von Banken eingesetzt und mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet. Oft steht die Redimensionierung, manchmal sogar die Zerschlagung des Unternehmens auf dessen Agenda. Mittels „Sicherungstreuhand“ greifen die Banken auf die Gesellschaftsanteile und lassen sich bevollmächtigen, diese allenfalls auch zu verkaufen. Der Handlungsspielraum des Unternehmers besteht plötzlich nicht mehr. Wenn er nicht „spurt“, wird der Kredit fällig gestellt, die Insolvenz angedroht oder der Verkauf der Gesellschaftsanteile eingeleitet.

Chancen wahrnehmen bedeutet, sich gleichzeitig auch auf Krisen vorzubereiten

„Wachstum ist nicht alles, aber ohne Wachstum ist alles nichts“. Diese Binsenweisheit gilt heute mehr denn je. Aber Wachstum erfordert Liquidität – für Investitionen, für die Finanzierung von Umlaufvermögen, für teils riskante geschäftspolitische Entscheidungen. Denn Chancen gibt es genug. Unternehmer sein, heißt Risiken erkennen, sie abwägen und sie schließlich selektiv wahrnehmen. Es ist das Schicksal eines Unternehmers, dass auch Krisen auftreten können. Darauf sollte man vorbereitet sein. Die Kapitalmarktfähigkeit ist der Schlüssel dazu, auch wenn man als Unternehmen Investoren aktuell gar nicht in Anspruch nehmen möchte. Die Möglichkeit dazu ist aber entscheidend. Die „Fahrkarte“ zum Kapitalmarkt lautet „Value Hacking“. Mehr dazu gleich später.

 

Wer als Unternehmen risikobehaftete Entscheidungen treffen will, braucht die erforderlichen Freiheitsgrade. Dies setzt die Möglichkeit zu bankenunabhängigem Entscheiden voraus. Es setzt auch voraus, dass man als Unternehmer nicht seine Familie existenziell gefährden und sein gesamtes Privatvermögen einsetzen muss. Neben Freiheit ist nämlich ein Mindestmaß an persönlicher Sicherheit für Unternehmer unabdingbar. Anders als in den USA bedeutet in Europa unternehmerisches Scheitern nämlich häufig auch den sozialen Tod – ohne Chance auf einen Neuanfang. Die persönliche Reputation ist bei einer Insolvenz leider oftmals zerstört. Dies ist eine direkte Folge der Dominanz der Bankenfinanzierung in unseren Ländern. In Staaten mit einer funktionierenden Kapitalmarktkultur sieht dies anders aus. Unternehmer sollten daher Kapitalmarktinstrumente verstärkt nutzen – im Interesse aller Stakeholder.

 

Wer als Unternehmer die Schlinge um den Hals hat, kann nicht frei entscheiden. Er kann selbst vertretbare Risiken nur schwerlich eingehen. Dies steht dem unternehmerischen Erfolg im Weg. Denn Freiheit – Sicherheit – Erfolg – Reputation sind ein Viereck, bei dem die eine Ecke die andere bedingt.

Wer als Unternehmen attraktiv genug ist, alternative Finanzierungen und verschiedene Investoren anzusprechen, der gewinnt Freiheit UND Sicherheit. Erfolg und eine hohe persönliche Reputation stellen sich dann viel leichter ein. Indem er Unternehmer unabhängig von Banken wird, wird er zu deren Wunschkunden.

 

Ich möchte Ihnen eine erst kürzlich erlebte Geschichte erzählen

Sobald es eng wird, merkt der Unternehmer in der Regel schnell, dass die Hausbank die Daumenschrauben anzieht. Es kann jedoch auch Unvorhergesehenes eintreten. Vor kurzem wurde ich von einem international tätigen Industrieunternehmen als Berater in letzter Minute engagiert. Das Unternehmen hatte vor Ausbruch der Coronapandemie eine Großinvestition angestoßen. Eindeutig coronabedingt hat der gut aufgestellte Familienbetrieb einen geschäftlichen Einbruch erlebt und diesen eigentlich recht gut bewältigt. Corona war natürlich nicht vorhersehbar, der Unternehmer hat auch diesbezüglich nichts falsch gemacht. Vorher wurde er immer als Vorzeigeunternehmen in seinem Bundesland gefeiert und von der Bank auf Händen getragen.

Plötzlich war Schluss damit und der Unternehmer musste seiner Hausbank intensiv Bericht erstatten. Er wanderte innerhalb der Bank von der normalen Kundenbetreuung auf die „Intensivstation“, eine spezielle Abteilung des Risk-Management. Die Welt hatte sich für ihn von heute auf morgen schlagartig verändert. Die Investition war fast abgeschlossen. Die jüngsten Preissteigerungen im Rohstoffbereich und am Bau führten jedoch zu einer deutlichen Überschreitung des Investitionsvolumens. Den Rest der marktseitig induzierten Krise konnte das Unternehmen aus eigenen Mitteln durch ein Straffen des Working-Capital-Managements, eine Fokussierung der Produktpalette und durch Preiserhöhungen bewältigen.

 

Die Großinvestition konnte aber nur abgeschlossen werden, wenn er mit fast 70 Jahren unmittelbar vor der Übergabe des Unternehmens innerhalb der Familie eine persönliche Haftung übernahm. Die Alternative hieß Insolvenz. Er musste auch alle Gesellschaftsanteile verpfänden und der Bank eine Vollmacht unterschreiben, dass diese jederzeit das Unternehmen verkaufen kann. „Sicherungstreuhand“ nennt sich diese Form der (in diesem Fall verzichtbaren und auch unangebrachten) Versklavung und Geiselhaft. Keine Spur mehr von Selbstbestimmung. So etwas kann fast jedem Unternehmen ganz plötzlich geschehen, Corona lässt sich ebenso wenig vorhersehen wie Finanzkrisen oder politische Krisen in Kernmärkten.

 

Wäre das Unternehmen rechtzeitig kapitalmarktfähig gewesen (was nicht schwierig gewesen wäre), hätte der Unternehmer kurzfristig reagieren können. Ich fand zwar kurzfristig einen Mezzanininvestor. Die Zeit für eine Due Diligence blieb allerdings nicht mehr. Der Druck durch uns reichte aus, die Bedingungen der Hausbank abzuschwächen und die erforderliche Kreditausweitung zu erzwingen, der Unternehmer musste aber auf Verlangen der Bank darauf verzichten, die alternative Finanzierungsmöglichkeit wahrzunehmen. Die Bank hatte ihn gefügig und völlig abhängig gemacht. Nun kann sie ihn über Jahre hinweg ausnehmen, das Kerngeschäft ist ja völlig gesund. Wir konnten das Schlimmste verhindern, kamen aber leider etwas zu spät.

 

Um attraktiv für Investoren zu sein ist „Value Hacking“ unerlässlich

Die Steigerung des Unternehmenswerts (auf neudeutsch „Value Hacking“ genannt) ist zumeist das um und auf, um für Investoren attraktiv zu sein. Denn Investoren wollen anders als Banken möglichst hohe Renditen erzielen und sind dafür auch bereit, Risiken zu akzeptieren. Höhere Renditen erzielen Investoren aber zumeist nicht einfach durch höhere „Zinsen“, sondern durch eine Steigerung des Marktwertes ihres Finanzinstruments. Und das korreliert wiederum regelmäßig mit dem Unternehmenswert. Vor allem: Es kostet den Unternehmer meist nichts. Der Unternehmer und der Investor gewinnen beide.

 

Die Optimierung des Geschäftsmodells eines Unternehmens bildet zumeist den Ausgangspunkt für eine Wertsteigerungsstrategie. Aber auch die strategische Positionierung bestimmt den Unternehmenswert. Finanzielle Werthebel gehören aus einer finanzwirtschaftlichen Perspektive regelmäßig zum Standardinstrumentarium, wenn es um die Steigerung des Unternehmenswertes geht. Dazu zählen beispielsweise der Leverage Effekt oder die Multiple Arbitrage.

Alpine Value Management und Turnkey Finance machen Sie fit für Banken und Investoren

Alpine Value Management hat sich als Beratungsunternehmen der Steigerung des Unternehmenswerts verschrieben und unterstützt vor allem KMU und Startups dabei, die Finanzierungsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig zu steigern. Und zwar unabhängig von der Bonitätseinschätzung von Banken. „Value Hacking“ ist eine seit Jahrzehnten vor allem börsennotierten Konzernen praktizierte Methode, die Kapitalmarkt-Attraktivität zu verbessern. Die kurzfristige und systematische Verbesserung der Kapitalmarktfähigkeit für den Mittelstand durch das Alpine Value Management® Modell ist branchenunabhängig anwendbar.

 

Turnkey Finance steht für „schlüsselfertige Finanzierungen aus einer Hand“. Die Plattform strukturiert das Finanzierungsthema ihrer Kunden individuell und verbindet diese bei Bedarf mit Plattformpartnern, die den Case finanzierungstauglich UND investorenspezifisch aufbereiten. Schließlich identifiziert Turnkey Finance die richtigen Finanzierungspartner für die konkrete Finanzierungssituation. Diskret und ohne dass die Unternehmen wie auf einer Pinwand im Schaufenster stehen. Passgenau selektierte Investoren erhalten aufbereitete Projekte und dürfen anbieten.

 

Sowohl Turnkey Finance als auch Alpine Value Management sind Teil meiner Unternehmensgruppe, der Alpine Group. Es würde mich freuen, wenn ich Sie bei Ihren unternehmerischen Aktivitäten unterstützen kann. Kontaktieren Sie mich!

Jetzt downloaden!

Gratis Whitepaper

Wie Sie trotz 0% Zinsen eine Wertsteigerung in Ihrem Unternehmen erreichen:

  • Gratis Whitepaper
  • Schnelle Übersicht
  • Detaillierte Erklärung

Tragen Sie Ihre E-Mail ein und Sie können sofort mit dem Whitepaper starten:




Mit Klick auf den Button stimme ich zu, die Infos und ggf. weiterführendes Material zu erhalten (mehr Infos). Meine Daten sind SSL-gesichert und ich kann meine Zustimmung jederzeit widerrufen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann fühlen Sie sich frei, ihn zu teilen!

Was brennt Ihnen unter den Nägeln?

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit einem Stern (*) markiert.